Pflegeversicherung

Pflegebedürftigkeit - Definition

Der Grad der Pflegebedürftigkeit wird in Pflegestufen 0,1,2,3 eingeteilt. Allgemein hin gelten Personen als pflegebedürftig, wenn sie wegen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung mit dem Alltagsleben (voraussichtlich für mindestens 6 Monate) überfordert sind und daher im höheren Maß Hilfe benötigen.

Mehr Informationen über die Pflegestufen finden sie hier.

 

Zu Krankheiten und Behinderungen zählen

- endogene Psychosen, Neurosen oder geistige Behinderungen

- Funktionsstörungen der Sinnesorgane oder inneren Organe

- Verluste, Lähmungen und andere Funktionsstörungen des Stütz- und Bewegungsapparates

- Funktionsstörungen des zentralen Nervensystems wie Antriebs-, Gedächtnis- oder Orientierungsstörungen

 

Gewöhnlich und regelmäßig wiederkehrende Verrichtung des täglichen Lebens sind

- Ernährung (Essen mundgerecht zubereitet, Nahrungsaufnahme etc.)

- Hauswirtschaftliche Versorgung (Einkaufen, Kochen, Putzen, Heizen etc.)

- Mobilität (Kleiden, Gehen, Stehen, Verlassen der Wohnung etc.)

- Körperflege (Waschen, Baden, Darm- und Blasenentleerung etc.)

 

Helfen heißt

- Unterstützung

- teilweise oder vollständige Übernahme bei der Verrichtung des täglichen Lebens

- Beaufsichtigung oder Anleitung

- Hauswirtschaftliche Versorgung (Einkaufen, Kochen, Putzen, Heizen etc.)

Im Alter erhöht sich das Risiko der Pflegebedürftigkeit. Bereits über 30% der über 80 Jährigen zählen zu den Pflegebedürftigen. In Zahlen (Leistungsempfänger der Pflegeversicherung, Stand Feb. 2003) sind das:

- rund 628.000 Pflegebedürftige im Alter von 60-80 Jahre

- rund 977.000 Pflegebedürfte über 80 Jahre

In Zukunft rechnet man mit einem Ansteigen der pflegebedürftigen Menschen.

 

Top